Elefanten

Heute morgen klingelte der Wecker pünktlich zum Sonnenaufgang um 6.30. Bei frischen 10 Grad fiel das Aufstehen ein wenig schwer. Aber die Aussicht auf Elefanten hat uns dann doch rausgetrieben. Nach einer schnellen Dusche (heisses Wasser nur über Solar) und einem kleinen Frühstück ging es dann im offenen Geländewagen pünktlich um 8.00 los. Die Wüstenelefanten, die etwas kleiner sind und kürzere Stosszähne haben als die normalen afrikanischen Elefanten, leben nur hier im Damaraland und dort im Flussbett des (derzeit) trockenen Huab. Und genau dort sind wir auch durchgefahren. Es war zwar teilweise holperig, aber das kennen wir ja schon. Als erstes haben wir wieder Giraffen gesehen, die gerade frühstückten. Eine Herde Springböcke folgten, ein paar Strausse, 2 Bussarde und 1 Steinbock. Von den Elefanten hingegen sahen wir die ersten 1,5 Stunden nur die Hinterlassenschaften. Entlang des Flussbettes gibt es aber ein paar Siedlungen und die Menschen, die dort leben, haben unter anderem die Aufgabe, dass immer Wasser in den Tränken für die Elefanten und anderen Tiere gibt. Das Wasser kommt aus den Brunnen, die dort gebohrt wurden. An der zweiten Tränke war es dann soweit und wir sahen unsere ersten wilden Elefanten: 2 Bullen, einer ca 15 Jahre alt, der andere erst ca 8 Jahre. Die beiden tranken und liessen sich von uns nicht stören. Wir fuhren weiter auf der Suche nach den Kühen. Und richtig, ein paar Kilometer weiter waren 5 Kühe dabei, die Bäume von ihren Blättern und Früchten zu befreien. Unser Guide Perry suchte einen guten Platz für unseren Wagen, damit wir die Kühe gut sehen konnten. Dabei hatten wir dann eine auf unserer rechten Seite, die anderen auf der linken. Dann bemerkte Perry, dass ein Reifen auf der rechten Seite einen Platten hatte. Jetzt aussteigen und Reifen wechseln war zu gefährlich, denn die Elefanten erkennen uns Menschen nicht, wenn wir im Auto still sitzen. Aber wenn jemand aussteigt, erkennen sie uns sofort und dann kann es sehr ungemütlich werden. Also mussten wir abwarten, bis die Dame rechts von uns an uns direkt vorbeigelaufen ist und sich zu den anderen Damen gesellte. Das warnlich bis an mein Lebensende nicht vergessen werde! Nachdem die Elefanten ein wenig Abstand genommen hatten, wechselt Perry schnell den Reifen und es ging weiter. Irgenwann mussten wir dann aber leider wieder zurückfahren. Die beiden Bullen trafen wir auch wieder, diesmal beim Fressen. Nach ca 4,5 Stunden kamen wir bei ca 33 Grad im Camp an. Jetzt stand erstmal chillen und schwitzen auf dem Programm. Nachmittags machten wir uns dann auf den kurzen Weg ins Damara Living Museum. Hierbei handelt es sich um ein deutsch - namibisches Projekt, bei dem , in diesem Falle die Damara, unterstützt werden bei der Erhaltung ihrer Kultur. Ein traditionelles Dorf wurde hier aufgebaut, in dem die Damara ihre früheres, traditionelles Leben zeigen und erklären. War sehr interessant, vor allem ihre Sprache mit den Klicklauten. Beim Stopp in der Lobby, um einen Kaffee zu trinken, trafen wir dann wieder auf die Bochumer, mit denen wir dann auch den Sundowner verbracht haben. Leider trennen sich hier unsere Wege, denn sie kommen im Etosha an, wenn wir fahren. Bei uns steht morgen ausschlafen (hahaha) auf dem Programm und dann starten wir zum Etosha Nationalpark durch. Wir übernachten allerdings ausserhalb des Parks (wieder im Zelt). Wer den langen Text bis zum Ende gelesen hat, darf sich jetzt auch die heutigen Fotos anschauen 

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