Von der Kalahari in die Namib

 So, weiter gehts im Programm. Da wir hier zelten, habe ich kein Wifi und muss jetzt die Zeit in der Lodge nutzen.

Gestern morgen haben wir die tolle Bagatelle Kalahari Lodge verlassen und haben uns auf den Weg in die Namibia Desert Lodge gemacht. Der Weg war steinig und lang…. Als erstes war einkaufen im Spar angesagt, da wir hier Selbstversorger sind. Plan war ein richtiges Braai, zu deutsch: grillen. Mit diversen Tüten machten wir uns dann auf den Weg. Die Landschaft wechselte dabei ständig: teilweise konnte man unendlich in die Weite schauen, dann wieder fuhren wir durch Berge. Anfangs hatten wir noch asphaltierte Straßen, dann ging es weiter auf die Schotterpiste. Und Schotterpiste ist hier teilweise echt heftig! Dagegen sind alle Feldwege bei uns genial. Ich hoffe, wir kommen ohne Bandscheibenvorfall nach Hause. Zum Glück hatten wir nur sehr wenig Gegenverkehr, denn das heißt immer Staubwolke mit anschließendem Blindflug. Das kann auch nicht ganz ungefährlich sein. Aber Suzie (die mittlerweile nicht mehr ganz grün ist) und Casi brachten uns sicher ans Ziel (ich habe mich immer noch nicht getraut selbst zu fahren 🙈). Unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte ist ein Zelt, aber mit richtigen Betten und einem Bad. Um unser Zelt herum ist ganz viel nix, mit Oryx und diversen Vögeln. Wir richteten uns häuslich ein, machten einen kleinen Spaziergang und warfen den Grill an (hier wird nicht mit Kohle gegrillt, sondern mit Holz). Das klappte leider nur Semi, so dass wir schlussendlich die Brorewoers (Bratwurst) und die Spieße in der Pfanne fertig brieten 😂. Den Abend haben wir dann Chilis am Feuerkorb, unter einem grandiosen Sternenhimmel zeitig beendet. Denn heute Morgen klingelte um 5.20 Uhr der Wecker. Eine schnelle Dusche (heißes Wasser gibt es nur über Solar), ein löslicher Kaffee, ein paar Toasts geschmiert und schon ging es auf die noch etwas dunkle Pad. Eigentlich darf man im Dunkeln nicht mit dem Auto fahren, aber die Sonne ging dann ja schon fast auf. Unser Ziel heute: das Sossusvlei. Hier gibt es in der ältesten Wüste der Welt (die Namib) die höchsten Dünen der Welt! Und da es am frühen Morgen am schönsten ist, und vor allem auch noch kühl ist, starteten wir um kurz nach 6. Knappe 2 Sunden später betrieben wir dann schon Frühsport und bestiegen die Düne 40. Es war echt anstrengend in dem Sand die steile Düne hochzulaufen. Dazu kommt noch, dass sie verdammt hoch ist! Meine Höhenangst schlug voll zu, aber trotzdem haben wir uns bis fast ganz nach oben gequält. Die höchste Düne ist die Big Daddy mit über 300 Metern, die haben wir uns nicht mehr angetan. Anschließend sind wir mit dem Shuttle zum Deadvlei gefahren, eine Ebene inmitten der Dünen mit über 900 Jahren alten, abgestorbenen Bäumen. Mittlerweile waren es schweißtreibende 30 Grad. Wir waren müde, hungrig, verschwitzt und voller Sand. Trotzdem machten wir noch einen Abstecher in den Sessriem Canyon und fuhren dann über die absolut schlechtesten Straßen der Welt wieder nach Hause. Ihr wartet schon auf die Fotos, ich weiß. Ich beeile mich jetzt auch, denn es gibt Essen, heute im Restaurant. 

Bitte schön:


Unendliche Weiten






So sieht es bei Gegenverkehr aus

Paviane am Straßenrand




Ausblick aus unserem Zelt


Oryxspuren vor unserem Zelt








Sonnenuntergang am Zelt


Und nun den Sonnenaufgang




Die Düne 40





Scheisse, ist das Hoch

Das Deadvlei





Viele Menschen auf dem Weg ins Deadvlei

Im Canyon







 

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